Die Bedeutung der Heiligen Geometrie

Weil die heilige Geometrie der unsichtbare Bauplan der Natur ist, war es offensichtlich von Bedeutung für Tempelbauer, die Strukturen und Verhältnisse der Schöpfung zu kodieren, die Spiegelung der Welt, um einen Mikrokosmos des Makrokosmos zu schaffen – „wie oben, so unten“. Auf diese Weise kann der heilige Raum des Tempels eine Tür zur Funktionsweise der Natur werden, sowohl in der äußeren Welt der Materie als auch zur inneren Welt des Bewusstseins – eine Schnittstelle zwischen Mensch und Offensichtlichkeit – ein Punkt der Integration.

Die Heilige Geometrie versucht, den Rationalismus der linken Gehirnhälfte mit der rechten Gehirnhälfte – der intuitiven, künstlerischen Dimension zu vereinen und zu synthetisieren. Diese beiden dynamischen und ergänzenden Aspekte der Geometrie werden somit in ein integriertes Ganzes gebracht. Robert Lawlor befasst sich mit dieser grundsätzlich dualistischen Natur der Geometrie in seinen wesentlichen Arbeiten: Heilige Geometrie – Philosophie und Praxis.

Kontemplative Geometrie wird in praktische Geometrie verwandelt

Eine Differenzierung der heiligen Geometrie zur gewöhnlichen Geometrie unserer Schulzeit ist ihre Beziehung zur Zahl und dem Symbol. Dieser Unterschied ist kurz und bündig von Miranda Lundy in ihrem großartigen kleinen Buch einfach ausgedrückt: „Heilige Geometrie zeigt die Entfaltung der Zahl im Raum. Es unterscheidet sich von weltlicher Geometrie lediglich in dem Sinne, dass die Bewegungen und Konzepte als Symbolwert zu verstehen sind, und damit – wie gute Musik –  die Entwicklung der Seele anregt.“

„Zahlen sind die Gedanken Gottes.“

Die Geometrie war und ist eng mit der Architektur verbunden, der großen Handschrift der menschlichen Rasse – die Zahlen sind die ersten und wichtigsten Vehikel für die menschliche Arbeit mit der Geometrie. Es ist offensichtlich, dass Geometrie eng mit Kunst, Musik und Handwerk verbunden ist. Letztlich muss man erkennen, dass intrinsische Geometrie die Ordnung der Natur selbst ist, sowohl biologisch und kosmisch, und jetzt, dank wissenschaftlicher Forschung die Erkenntnis dämmert, dass Geometrie die Grundlage der molekularen und atomaren Ebenen der Schöpfung ist.

Paul Devereux ist Managing Editor von Time & Mind – Das Journal of Archaeology, Bewusstsein und Kultur (www.bergjournals.com/timeandmind), Fellow der Royal Society of Arts,  Senior Research Fellow des Internationalen Consciousness Research Laboratories (www.icrl.org). Er ist Kolumnist der Archäologie bei Fortean Times und hält Vorträge weltweit. Website: www.pauldevereux.co.uk

 

Blogbeitrag

 

Bioarchitecture – Heilende Architektur der Zukunft

Wir sind in einem ständigen Tanz mit den Elementen unserer Umwelt, und so wie wir sie verändern, so verändern sie auch uns. Was wir bauen und bewohnen, informiert tatsächlich nicht nur unsere Biologie, sondern auch unsere Psyche – und unser daraus resultierendes Verhalten. Wir haben sicher schon einmal den viel zitierten Satz „Du bist, was du isst“ gehört, der auf poetische Weise die Wahrheit erfasst, dass das, was wir konsumieren (und in der Tat auch, wie wir es konsumieren), die Grundlage für unsere körperliche, geistige und emotionale Verfassung bildet. Das Gleiche gilt auch dafür, wie und wo wir leben.

Eine Zukunft der Schönheit

Bioarchitecture – Die moderne Gesellschaft vermittelt uns keinerlei Verständnis darüber, dass wir energetisch komplett in unsere gebaute Umwelt integriert sind. Man könnte sogar sagen, diese Erkenntnis würde letztlich zu ihrer „Vernichtung“ führen, da die Menschen sich dadurch der nachteiligen Folgen des permanenten Stresses bewusst würden, der uns bombardiert, wo auch immer wir hingehen. So eröffnet sich hier die Gelegenheit, mehr persönliche Verantwortung für unsere eigene Bildung, unsere eigene Gesundheit und unsere Lebensumgebung zu übernehmen.

Ich weiß, dass wir in der Lage zu so viel mehr Schönheit und lebensspendendem Ausdruck sind. Wenn wir von einem Ort der Sensibilität, Integrität und offenen Kreativität aus erschaffen, entdecken wir Möglichkeiten, zeitlos schöne Räume zu konstruieren, die unseren Körper unterstützen, unseren Geist erheben und unsere Seele nähren.

Form als Grundlage des Lebens

Energie bewegt sich in Form von Informationswellen, deren Überlagerung alles im Universum erschafft. Wenn diese Wellen auf eine bestimmte Weise aufeinandertreffen, einem Fraktal, dass auf dem Goldenen Schnitt und der Zahl Phi beruht, erschaffen sie einen Punkt von Information, den wir als Materie kennen. Biologie und Leben sind die Namen, die wir elektrischen Feldern gegeben haben, die auf eine fraktale Weise zueinander organisiert sind und die Fähigkeit von Selbstorganisation, Bewegung, Ausdruck und Formevolution entwickelt haben. Die Grundlage dazu bilden verschiedene Formen, die sich in der Natur auf allen Skalen ineinander verschachtelt wiederholen.

Die Prämisse hinter Bioarchitektur ist daher, dass alles Leben positiv auf Design reagiert, das im Einklang mit der geometrischen Struktur des Lebens ist und schädliche Materialien und scharfe Kanten vermeidet.

Wenn der Raum beginnt, Energie zu atmen

Ein ideales Beispiel für dieses Konzept findet sich in den Blütenblättern einer Rose, die sich entlang des Goldenen Schnittes entfalten und fraktal aufgebaut sind – was bedeutet, dass sie in der Lage zu unendlicher nicht-destruktiver Interferenz sind und Energie in Richtung ihres Zentrums anziehen, wo sie eine Implosion versursacht.

Durch das Studium und das Verständnis der Symmetrie von elektrischen Feldern, die entweder Gesundheit oder Krankheit verursachen, entdecken wir, dass ein überwältigend einfaches und doch zwingendes Muster entsteht. Wenden wir diesen Algorithmus auf schöne Architektur an, so sehen wir genau, warum die Gestaltung von lebendigem Raum genau das erschaffen muss – einen energetisch lebendigen Raum. Ein energetisch lebendiger Raum (manchmal auch als ‚heilig‘ bezeichnet) ist einfach ein Raum, wo Energie effizient atmen kann und dadurch die mehrfach zusammenhängende / holographische und fraktale Resonanz erreichen kann, die wir Bewusstsein nennen – das Ziel aller lebenden Systeme.

Michael Rice

hat sich nach seinem Architektur-Studium auf heilige Geometrie und das Erschaffen von lebendigen und natürlichen Häusern spezialisiert. Er gilt weltweit als einer der Vordenker einer neuen Strömung von Architektur, die mit tiefem Wissen über die biologischen, energetischen und geometrischen Grundlagen der Schöpfung arbeitet. Michael hat bereits über 400 Häuser auf dieser Basis konzipiert.

Neben seiner Arbeit reist er unermüdlich um die Welt, um sein Wissen über Architektur und heilige Geometrie zu teilen. Er lebt mit seiner Frau und fünf zu Hause unterrichteten Kindern in seinem Haus Dreamfield. Dort hat er auch das „DreamField Institute of BioArchitecture“ gegründet, wo er interessierte Architekten fortbildet.

http://www.bioarchitecture.ie

academysacredgeometry.com/articles/bio-architecture

Quelle: http://www.sein.de

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